Merz-Pressekonferenz: Deutsche Worte an die Deutschen!

Merz-Pressekonferenz: Deutsche Worte an die Deutschen!

Kurz vor der parlamentarischen Sommerpause richtet sich ganz Berlin auf eine Tradition ein, die oft mehr Fragen aufwirft, als sie antwortete: die Sommer-Pressekonferenz des Bundeskanzlers. Auch dieses Jahr betrat  Friedrich Merz  den Saal der Bundespressekonferenz – und sofort lag spürbare Spannung in der Luft.

Erwartungshaltung im Berliner Hochsommer

Bild: IMAGO / Mike Schmidt
Bild: IMAGO / Mike Schmidt

Die Ausgangslage konnte kaum kontrastreicher sein: Noch im vergangenen Jahr taumelte die schwarz-rote Koalition von Krise zu Krise, jetzt präsentiert sie sich als vermeintliche  Reformkoalition . Zwei Wochen intensiver Verhandlungen haben ein Maßnahmenpaket hervorgebracht, das von Steuer- bis Sozialpolitik reicht. Doch die Umfragewerte bleiben verhalten, während die Opposition jede Gelegenheit nutzt, die Glaubwürdigkeit des Kanzlers infrage zu stellen.

Vor diesem Hintergrund sammelten sich mehr als 250 Hauptstadtjournalist:innen im traditionsreichen BPK-Saal. Die Fragen, so war es zu hören, sollten von der schleppenden Konjunktur bis zu den anstehenden  Landtagswahlen im September  reichen – Themen, die Merz’ Team minutiös antizipiert hatte. Dass der Kanzler dennoch ohne Teleprompter und mit nur einem schmalen Notizblock erschien, wirkte wie eine bewusste Pose der Souveränität.

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