Das Geheimnis des „E“-Gangs

Das Geheimnis des „E“-Gangs

Das vergessene Auto-Feature, das eine neue Generation verwirrt

Ich werde den Moment nie vergessen, als ich es zum ersten Mal bemerkte.

Ein Freund und ich räumten die Garage seines verstorbenen Vaters auf, als wir eine alte Limousine aus den 1980er Jahren entdeckten, die unter jahrelangem Staub verborgen war.

Das Auto sah aus wie ein eingefrorenes Stück Geschichte:

  • Verblichene Polsterung
  • Chromleiste
  • Ein analoges Radio
  • Der unverkennbare Geruch von altem Leder und Benzin

Doch ein Detail erregte sofort meine Aufmerksamkeit.

Direkt dort am Gangwahlhebel – neben den bekannten Buchstaben:

  • P
  • R
  • N
  • D

Ein mysteriöser zusätzlicher Buchstabe stand darauf:

E

Ich starrte es mehrere Sekunden lang an.

„Elektrisch?“, vermutete ich.

„Notlaufmodus?“, schlug mein Freund vor.

Keiner von uns beiden hatte eine Ahnung, was es bedeutete.

Nach einigen Minuten verwirrter Diskussion suchte ich online danach –
und die Antwort öffnete die Tür zu einem faszinierenden Stück Automobilgeschichte, von dem viele jüngere Fahrer noch nie gehört haben.

Das mysteriöse „E“ stand für:

Sparmodus

Und überraschenderweise war es seiner Zeit um Jahrzehnte voraus.

Was bewirkte der „E“-Gang eigentlich?

Lange bevor es Autos gab:

  • Touchscreens
  • Öko-Knöpfe
  • Intelligente, kraftstoffsparende Computer
  • Digitale Fahrmodi

Die Automobilhersteller bemühten sich bereits um eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz.

Das „E“-Getriebe war eine ihrer ersten Lösungen.

Wenn der Fahrer den Eco-Modus wählte, änderte das Getriebe die Art und Weise, wie das Auto die Gänge schaltete.

Anstatt den Motor vor dem Schalten hochdrehen zu lassen, schaltete das Getriebe bereits bei niedrigeren Drehzahlen.

Das Ergebnis?

  • Bessere Kraftstoffeffizienz
  • Geringere Motorbelastung
  • Ruhigere Autobahnfahrt
  • Reduzierter Kraftstoffverbrauch

Es gab aber auch eine Schattenseite.

Im „E“-Modus wirkten die Fahrzeuge oft langsamer und reagierten weniger gut.

Die Beschleunigung wurde träger, da das Auto dem Kraftstoffsparen Vorrang vor der Leistungsmaximierung einräumte.

In vielerlei Hinsicht war es der mechanische Vorfahre der heutigen modernen Eco-Mode-Systeme.

Warum gab es den Sparmodus?

Um den „E“-Gang zu verstehen, muss man in die 1970er Jahre zurückgehen.

Die Ölkrisen von 1973 und 1979 veränderten die Automobilindustrie grundlegend.

Die Treibstoffpreise schossen in die Höhe.

In ganz Amerika bildeten sich lange Schlangen an den Tankstellen.

Plötzlich wurde der Kraftstoffverbrauch zu einem der größten Probleme für Autofahrer weltweit.

Die Autohersteller beeilten sich, die Fahrzeuge effizienter zu machen.

Die überraschende Geschichte hinter dem Economy-Modus – und warum das mysteriöse „E“ schließlich aus den Autos verschwand – wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.