Er wurde in seiner Gefängniszelle gefunden, wo er wegen Mordes an einem Kind eine lebenslange Haftstrafe mit einer Mindestdauer von 28 Jahren

Er wurde in seiner Gefängniszelle gefunden, wo er wegen Mordes an einem Kind eine lebenslange Haftstrafe mit einer Mindestdauer von 28 Jahren

Das Gericht erfuhr außerdem, dass der Angriff extrem schnell vonstatten ging und nur etwa vier Minuten und neununddreißig Sekunden dauerte. Laut den vorgelegten Beweisen betraten mehrere Häftlinge nacheinander die Zelle des Opfers, bevor sie schwer verletzt aufgefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Opfer vor, mehrere Stichwunden erlitten zu haben – schätzungsweise 25 –, die zu tödlichen Verletzungen lebenswichtiger Organe führten. Die Leiche wurde erst am nächsten Morgen während der Berufungsverhandlung entdeckt. Die Staatsanwaltschaft betonte die Vorsätzlichkeit des Angriffs. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen auch die Haftbedingungen und die Kategorisierung der Häftlinge in der Einrichtung.

Sachbeweise und Zeugenaussagen
Laut Staatsanwaltschaft zeigten Überwachungsvideos und Zeugenaussagen vor Gericht, dass drei Häftlinge – Lee Newell, Mark Fellows und David Taylor – Kyle Bevan in seine Zelle folgten und diese wenige Minuten später wieder verließen. Die Ermittler fanden in der Zelle außerdem improvisierte Waffen, darunter ein Metallstück, sowie weitere Gegenstände. Einige Gegenstände wurden Berichten zufolge hinter einem Fernseher oder in Behältern von Häftlingen versteckt gefunden. Überwachungsaufnahmen zeigten die Verdächtigen angeblich zufrieden beim Verlassen der Einrichtung. Hinter einem Fernseher wurde eine improvisierte Waffe gefunden, die mit Blutspuren des Opfers bedeckt war. Weitere gefährliche Gegenstände sollen in einem Behälter mit Chilisauce in einer der Zellen versteckt gewesen sein. Die Ermittler schätzten die genaue Dauer des Angriffs anhand der gesammelten Beweise auf vier Minuten und neununddreißig Sekunden.

Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen und wird aufmerksam verfolgt.

Die Angeklagten, die die Vorwürfe bestreiten, stehen derzeit vor britischen Gerichten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die genauen Umstände des Angriffs und die Verantwortung jedes einzelnen Beteiligten. Der Fall verdeutlicht die Spannungen in einigen Hochsicherheitsgefängnissen im Vereinigten Königreich und die Schwierigkeiten im Umgang mit besonders gefährlichen Häftlingen. Das Gericht gab außerdem bekannt, dass im Gefängnis Wakefield überwiegend schutzbedürftige Häftlinge untergebracht waren, was eine Debatte über die interne Organisation der Einrichtung auslöste. Die Ermittler erwähnten auch den Spitznamen „Eismann“, der einem der beteiligten Häftlinge gegeben wurde – ein Detail, das während der Anhörungen ans Licht kam. Diese Details wurden im laufenden Prozess vorgelegt, in dem alle drei Angeklagten die Vorwürfe bestreiten. Die Leiche des Opfers wurde erst am nächsten Morgen bei einer Routinepatrouille der Wärter gefunden. Der Fall erregt weiterhin großes Medieninteresse im Vereinigten Königreich.

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