Afghanische Familie mit acht Kindern weigert sich, Villa zu beziehen – heftiger Streit mit dem COA

Afghanische Familie mit acht Kindern weigert sich, Villa zu beziehen – heftiger Streit mit dem COA

Der Grund für die Weigerung

Vor Gericht betonte die Familie, dass es ihnen nicht um das Haus an sich gehe. Vielmehr spiele die medizinische Versorgung eines ihrer Kinder eine zentrale Rolle: Das Kind wird im Erasmus Medisch Centrum in Rotterdam wegen einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (Schisis) behandelt.

Nach Ansicht der Familie sei die Entfernung von Tholen nach Rotterdam zu groß, um die regelmäßigen Behandlungen stressfrei wahrnehmen zu können. Das COA widersprach und verwies darauf, dass die Wohnung „luftlinienmäßig“ innerhalb von 50 Kilometern zum Krankenhaus liege – genau der Abstand, den die Behörde als Maximum ansetzt.

Kommunikationsprobleme und Sorgen

Die Rechtsanwältin der Familie wies darauf hin, dass die gesamte Situation durch Kommunikationsbarrieren verschärft werde. Der Vater ist Analphabet und spricht weder Niederländisch noch Englisch. Viele Informationen seien daher unklar oder missverständlich bei der Familie angekommen.

Besonders dramatisch sei, dass das Gericht der Räumungsklage stattgeben könnte. In diesem Fall stünde die Familie mit acht minderjährigen Kindern buchstäblich auf der Straße. Unklar sei auch, ob die Familie zusammenbleiben könne oder ob eine Trennung drohe, falls das COA andere Unterkünfte anbieten sollte.

Fortsetzung auf der nächsten Seite 👇