Afghanische Familie mit acht Kindern weigert sich, Villa zu beziehen – heftiger Streit mit dem COA
Am Dienstag kam es im Amtsgericht Almelo zu einer außergewöhnlichen Verhandlung, die nicht nur juristisch, sondern auch gesellschaftlich für Aufmerksamkeit sorgte.

Im Mittelpunkt stand das Centraal Orgaan opvang asielzoekers (COA) – die niederländische Behörde für die Unterbringung von Asylbewerbern – und eine afghanische Familie mit acht minderjährigen Kindern, die derzeit in einem Asylbewerberheim in Almelo lebt.
Hintergrund des Falls
Die Familie, bestehend aus Vater, Mutter und acht Kindern, erhielt im Sommer des Vorjahres eine Aufenthaltserlaubnis auf bestimmte Zeit. Damit hatten sie das Recht, aus dem Asylzentrum auszuziehen und in eine reguläre Unterkunft zu wechseln.

Im August 2022 fand dazu ein sogenanntes huisvestingsgesprek (Wohnungsgespräch) zwischen der Familie und dem COA statt. Dort wurde deutlich gemacht: Jede anerkannte Familie erhält einmalig ein Wohnungsangebot, das sie annehmen müsse. Kriterien oder Sonderwünsche seitens der Familie wurden nach Darstellung des COA zu diesem Zeitpunkt nicht geäußert.
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